

"Wie soll ein Mensch beurteilen, was er in solchen
Zeiten tun soll?"
"Wie er immer geurteilt hat", sagte Aragorn. "Gut und Böse haben
sich nicht in jüngster Zeit geändert; und sie sind auch nicht zweierlei bei
Elben und Zwergen auf der einen und Menschen auf der anderen Seite. Ein Mann muß
sie unterscheiden können, im Goldenen Wald ebenso wie in seinem eigenen Haus."
HdR, Drittes Buch, Zweites Kapitel: Die
Reiter von Rohan
Wie soll ein Mensch beurteilen, was er tun soll? Wie immer
geurteilt worden ist, denn Gut und böse haben sich nicht in jüngster Zeit
geändert, auch wenn die Saurons, Sarumans und Grímas unserer Tage uns das
einreden wollen.
Immer noch sind die "alten" Werte wert-voll.
Dummköpfe nennen sie dumm. Verdorbene nennen sie verderblich. Schwache nennen
sie schwach. Aber die "alten" Tugenden verleihen dem Menschen
Leichtigkeit, Sicherheit und Freude zur Führung eines guten Lebens. Sie sind sowohl
Frucht als auch neuer Samen sittlich guter Taten. Tugenden werden erworben durch
Erziehung (auch und vor allem Selbst-Erziehung), bewußte Taten und ausdauernde,
lebenslange Anstrengung.
Die vier Kardinaltugenden
heißen so, weil sie Dreh- und Angelpunkt (lat. cardia) eines
guten und gelungenen Lebens sind.
Es sind:
Die Klugheit versetzt
unsere praktische Vernunft in die Lage, stets zu erkennen, worauf es wirklich
ankommt. Wir werden zudem durch sie befähigt, die richtigen Mittel zu wählen
um das wirklich Wichtige und Gute zu erlangen.
Die Gerechtigkeit läßt
uns beständig danach streben, jedem das zu geben, was ihm zusteht.
Die Tapferkeit läßt uns
in Schwierigkeiten standhalten und beim Erstreben des Guten entschlossen
durchhalten.
Die Mäßigkeit ist jene
Tugend, die uns in jeder Hinsicht das rechte Maß einzuhalten hilft.
Wer Gerechtigkeit sät, hat sicheren Lohn.
Sprüche Salomos 11,18