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Veredlung des Unedlen

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Es gibt natürlich bestimmte Dinge und Themen, die mich ganz besonders bewegen. Die Wechselbeziehung zwischen dem "Edlen" und dem "Einfachen" (oder Schlichten, Gewöhnlichen) zum Beispiel. Die Veredlung des Unedlen bewegt mich besonders. 

Briefe, S. 290 (Nr. 165, an Houghton Mifflin Co.)

Ohne das Hohe und Edle ist das Schlichte und Gewöhnliche einfach bloß gemein, und ohne das Schlichte und Gewöhnliche ist das Edle und Heroische sinnlos.

Briefe, S. 213 (Nr. 131, an Milton Waldman)

Elben in Tolkiens Mythologie und die Veredlung des Unedlen

Manchen Äußerungen Tolkiens kann man entnehmen, daß die Elben in Tolkiens Mythologie "für etwas stehen". Es folgen nun einige Zitate aus Briefen Tolkiens, die uns dazu nähere Auskunft geben:

Daß die Elbenlinie unter den Menschen Eingang findet, wird sogar als Teil eines Göttlichen Plans zur Veredlung der menschlichen Gattung dargestellt, der von Anfang an bestimmt war, die Elben zu ersetzen.

Briefe, S. 257 (Nr. 153, an Peter Hastings - Entwurf)

Elben und Menschen erscheinen in dieser "Geschichte" als biologisch verwandt, weil die Elben bestimmte Aspekte der Menschen, ihrer Talente und Sehsüchte sind, verkörpert in meiner kleinen Welt. Sie haben gewisse Freiheiten und Kräfte, die wir auch gerne hätten, und die Schönheit, die Gefahr und das Leid dieses Besitzes wird in ihnen zur Schau gestellt.

Briefe, S. 248 (Nr. 153, an Peter Hastings - Entwurf)

Die Elben vertreten sozusagen die artistischen, ästhetischen und rein wissenschaftlichen Aspekte der menschlichen Natur, auf einer höheren Stufe, als man es bei Menschen tatsächlich sieht.

Briefe, S. 310f. (Nr. 181, an Michael Straight - Entwurf)

Sie sind die Erstgeborenen, die Elben, und die Nachkömmlinge die Menschen. Den Elben ist es beschieden, unsterblich zu sein, die Schönheit der Welt zu lieben, sie mit ihren Gaben des Verfeinerns und Vervollkommnens zur höchsten Blüte zu bringen, zu dauern, solange sie dauert, und sie niemals zu verlassen, nicht einmal, wenn sie "erschlagen" werden, sondern wiederzukehren - und dennoch, wenn die Nachkömmlinge erscheinen, diese zu belehren und ihnen Platz zu machen, zu "schwinden", während die Nachkömmlinge anwachsen und das Leben an sich reißen, aus dem beide Arten hervorgehen.

Briefe, S. 195 ( Nr. 131, an Milton Waldman)

Ich nehme an, daß die Quendi dieser Geschichte mit den Elfen und Feen Europas tatsächlich wenig verwandt sind; und wenn man mich zu einer Rationalisierung drängte würde ich sagen, daß sie eigentlich Menschen mit stark erhöhten ästhetischen und schöpferischen Fähigkeiten darstellen, schöner, langlebiger und vornehmer - die Älteren Kinder, deren Schicksal es ist, vor den Nachkömmlingen (Menschen) dahinzuschwinden und schließlich nur noch in der dünnen Linie ihres Blutes fortzuleben, das sich mit dem von Menschen vermischt hat, unter denen es den einzigen echten Anspruch auf "Adel" begründete.

Briefe, S. 233 (Nr. 144, an Naomi Mitchison)

Unvergänglicher Adel und die Veredlung des Unedlen

Wahrer Adel (von altdeutsch, "adal" = edel) stirbt niemals aus und zeichnet sich aus durch Dinge aus, für die niemand ein Adelspatent benötigt:

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edlen Geist,

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edle Gesinnung

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edle Mittel 

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edle Taten

Tolkien sagte: In seinen Büchern ist ...

... ein wiederkehrendes Thema ... der Gedanke, daß in den Menschen (so wie sie heute sind) ein Tropfen jenes "Blutes" steckt, das von den Elben ererbt ist.

Briefe, S. 198 (Nr. 131, an Milton Waldman)

Tolkien hat also diesen Trost für uns: 

Jene, deren Stammutter Lúthien war, leben noch, und es heißt, daß ihr Geschlecht niemals aussterben wird.

HdR, Erstes. Buch, Elftes Kapitel: Ein Messer im Dunkeln 

Niemals wird dieses Geschlecht aussterben, wenn auch unzählige Jahre vergehen.

HdR, Fünftes Buch, Neuntes Kapitel: Die letzte Beratung

Doch:

Wer gering ist und geht seiner Arbeit nach, ist besser als einer, der groß sein will und an Brot Mangel hat.

Sprüche Salomos 12,9

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